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  • Dämmerungssehen / Blendempfindlichkeit

Dämmerungssehen

Wir bieten verschiedene ausgefallene Sehteste im Bereich Dämmerungssehen, Blendempfindlichkeit und Nachtsehsimulation an.

Immer öfter werden wir gefragt, wie es dazu kommt, dass man nachts so schlecht sieht und was man dagegen tun kann. Hier die Antworten auf dem neuesten Stand der augenoptischen Erkenntnisse.

Augen, Sehnerv und Gehirn bleiben permanent aktiv, wie kommt es dann bei manchen Menschen zu diesem als unangenehm empfundenen Sehschärfenabfall in der Dunkelheit? Meistens handelt es sich dabei um recht harmlose Gründe:

  • altersbedingte Veränderungen: Im Laufe des Lebens kommt es zu Verhärtungen und Trübungen in der Augenlinse. Aber auch im Glaskörper kann es zur Bildung mikroskopisch kleiner Fädchen und Klümpchen kommen, die vom Körper nur sehr langsam abgebaut werden können. Diese nicht reversiblen Trübungen führen nachts zu einem geringerem Lichteinfall auf die Netzhaut. Das schnellere Ermüden der Muskulatur führt zu häufigerem Kneifen der Augen.
  • Sehr wichtig sind die neuesten Erkenntnisse über das „Trockene Auge". Vor allem bei längeren Autofahrten sind die Augen Lüftung, Heizung und trockener Luft ausgesetzt. Das Starren auf die Straße führt zu einer viel zu geringen Lidschlagfrequenz. Das Auge trocknet regelrecht aus, brennt, juckt und verzerrt die Bildwiedergabe.
  • Das „Blau" des Himmels hat in der Dämmerung eine andere spektrale Zusammensetzung als das „Blau" bei Tage. Durch verschiedene Absorptions- und Brechungsphänomene verschiebt sich das sichtbare Licht in den kurzwelligeren Spektralbereich und wird somit stärker gebrochen. Jeder Mensch wird einen Hauch kurzsichtiger.
  • „Purkinje- Effekt": Beim Sehen in Dämmerung und Dunkelheit werden vor allem die sogenannten Stäbchen-Sinneszellen (Hell-Dunkel Sehen) am Rande der Netzhaut angeregt. Diese reagieren vor allem auf blaugrünes Licht der Wellenlängen um 500 nm. Die Zäpfchen-Sinneszellen (Farbsehen) im Zentrum reagieren nur noch eingeschränkt. Durch diese eingeschränkte Farbwahrnehmung und auch die ungenauere Konturenabbildung kommt es zu Seheinschränkungen.

Dämmerungssehen, Blendempfindlichkeit und Nachtsehsimulation

  • Jetzt was für Physiker: die sphärische Aberration. Diese führt dazu, dass achsferne Strahlen, die auf die gekrümmte Fläche unseres Auges treffen, stärker gebrochen werden als achsnahe Strahlen. Da wir in der Dunkelheit mehr in der Peripherie sehen (Stäbchen), nehmen wir vor allem diese stärker gebrochenen Strahlen wahr. Auch das führt zu einer klitzekleinen Kurzsichtigkeit.
  • Aberrationen höherer Ordnung. Das bedeutet: alle unsere am Tag kaum auffälligen Linsenabbildungsfehler (Trefoil, Coma), die wir einfach kompensieren können, treten nachts deutlicher und damit einschränkender hervor.
  • Stiles-Crawford-Effekt: Bei Dunkelheit wird die Pupille kleiner, das Licht muss schräger ins Auge fallen. Diese wenigen schräg einfallenden Strahlen sind energetisch zu schwach, um die Sehzellen auf der Netzhaut überhaupt anregen zu können.
  • Um das kurzwelligere Licht abzubilden, verändert sich die Akkommodationsruhelage der menschlichen Augenlinse. Jeder Mensch wird ein bisschen kurzsichtiger.

All diese Dämmerungseffekte sind normal. Im Zweifelsfall können diese Effekte tatsächlich mit einer reinen Autofahrbrille ausgeglichen werden. Problematisch ist heutzutage allerdings noch der sehr krasse Unterschied von Dunkelheit und Helligkeit beim Autofahren mit Gegenverkehr innerhalb weniger Sekunden. Hier kommen dann noch die Adaptationfähigkeit des Auges, der Blickwinkel und die Art des strahlenden und reflektierten Lichtes dazu.

 

Daher bieten wir verschiedene ausgefallene Dämmerungs- und Blendsehteste an.

Nicht zu verwechseln sind diese Einschränkungen mit echter Nachtblindheit. Hier kann es zu Störungen der Sinneszellen (Stäbchen) oder der Netzhaut kommen, das muss von einem Augenarzt abgeklärt werden.

Ludwig Bonn e.K.
Wilhelmstraße 30
57627 Hachenburg
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